Župnija Slovenska Bistrica

Über die Pfarre

Über die Pfarre Slovenska Bistrica

Die Pfarre des hl. Apostels Bartholomäus in Slovenska Bistrica versammelt die Gläubigen in der Pfarrkirche und vier Filialkirchen. In Gebet, Liturgie und tätigem Dienst möchten wir ein offenes Zuhause für alle sein, die Gott suchen.

Willkommen in unserem Pfarrheim. Gemeinsam wollen wir den Glauben leben, einander beistehen und die Schönheit der Nähe Gottes entdecken. Sie sind eingeladen, mit uns die heilige Messe zu feiern und an Gruppen und Veranstaltungen im Lauf des Jahres teilzunehmen.

Slovenska Bistrica und die Pfarrkirche des hl. Bartholomäus um 1845, dargestellt in der Lampl-Suite.
Slovenska Bistrica und die Pfarrkirche des hl. Bartholomäus um 1845.

Pfarrgeschichte

Durch die Jahrhunderte in Slovenska Bistrica

Die Anfänge der Kirche des hl. Bartholomäus reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Slovenska Bistrica aus der Mutterpfarre Slivnica nach und nach zu einer eigenständigen Pfarre wurde. Durch die Minoriten, die josephinischen Reformen und das Kommen der Franziskanerinnen hat sie bis heute eine lebendige Glaubensgemeinschaft bewahrt.

Mehr zur Geschichte

Ausrichtung der Pfarre

Wer wir sind und wohin wir gehen

Unsere Pfarre des hl. Apostels Bartholomäus lebt den Glauben als Gemeinschaft — im regelmäßigen Gottesdienst, im Empfang der Sakramente und in den leisen, alltäglichen Schritten der tätigen Nächstenliebe. Wir glauben, dass der Glaube nicht nur Privatsache ist; er schlägt in der versammelten Gemeinde, in der Familie, in der Schule und bei der Arbeit.

Im Geist der pastoralen Ausrichtungen unserer Erzdiözese bemühen wir uns, dass jeder Mensch — vom Kind in der Religionsstunde bis zum Kranken am Lebensende — seinen Platz in der Kirche findet. Besondere Sorge tragen wir den Familien, jungen Menschen und allen, die auf unterschiedliche Weise am Rand stehen.

Unser Weg ist einfach: Wir hören Gottes Wort, feiern es in der Eucharistie und suchen es im Alltag zu bezeugen.

“Die Eucharistie ist die Autobahn zum Himmel.”
hl. Carlo Acutis

Drei Säulen

Drei Säulen des pfarrlichen Lebens

  • Liturgie

    Die heilige Messe, die Sakramente und das Gebet — Quellen, aus denen die Pfarre lebt.

  • Verkündigung

    Religionsunterricht, Erwachsenenbildung und Sakramentenvorbereitung für alle Generationen.

  • Diakonie

    Caritas, Krankenbesuche und Sorge für alle, die Nähe brauchen.

Pfarrer und Mitarbeiter

Wer sich um unsere Gemeinde kümmert

Für das pastorale und verwaltende Leben der Pfarre sorgt der Pfarrer gemeinsam mit seinen Mitarbeitern. Wir stehen Ihnen gerne für Gespräche, Fragen oder Hilfe zur Verfügung.

Bei der pastoralen und wirtschaftlichen Arbeit unterstützen auch die Mitglieder der folgenden Räte:

Filialkirchen

Orte des Glaubens in unserer Pfarre

Neben der Pfarrkirche befinden sich in unserer Pfarre vier Filialkirchen — Orte, an denen wir uns zum Gebet und zur Feier der heiligen Messe versammeln, Gott zur Ehre und uns zum Segen.

  1. Kirche Mariä Sieben Schmerzen

    01 · Filialkirche

    Kirche Mariä Sieben Schmerzen

    Ort
    Beim südlichen Stadttor am Turm der Stadtmauer, Slovenska Bistrica
    Patron
    Mariä Sieben Schmerzen — Fest am 15. September

    Die städtische Marienkirche wird 1379 erstmals als Kapelle an der Stadtmauer erwähnt. Der Kern der gotischen Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert erstmals umgebaut. 1629 übernahmen sie die Minoriten und errichteten daneben ein Kloster; in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gestalteten sie die Kirche mit Unterstützung aus Graz tiefgreifend um. Erhalten sind ein Teil des kreuzrippengewölbten Presbyteriums, ein steinernes Spitzbogenportal und der Glockenturm mit einem zweiteiligen Maßwerkfenster. Der Innenraum ist hell und weiträumig, mit einer hölzernen Sängerempore aus dem späten 17. Jahrhundert. Ein Fresko am Triumphbogen zeigt die Verherrlichung des hl. Franz von Assisi; der klassizistische Marienaltar stammt ursprünglich aus der Pfarrkirche des hl. Bartholomäus und wurde 1947 für seinen heutigen Platz hergerichtet. Zwölf Statuen vom Übergang des 17. zum 18. Jahrhundert werden der Marburger Werkstatt von Franc Krištof Reiss zugeschrieben.

  2. Kirche des hl. Josef

    02 · Filialkirche

    Kirche des hl. Josef

    Ort
    Jožefov hrib (Josefsberg) oberhalb von Slovenska Bistrica
    Patron
    Hl. Josef, Bräutigam der Jungfrau Maria — Fest am 19. März

    Die Kirche des hl. Josef steht auf dem Jožefov hrib (Josefsberg) oberhalb von Slovenska Bistrica. Das Grundstück erwarb 1744 Kaplan Maks Lederer, den Bau leitete der angesehene Marburger Baumeister Jožef Hoffer (um 1700–1762). Die Kirche war 1757 weitgehend vollendet, beide Glockentürme wurden 1812 ergänzt; auch Pilger trugen während des Baus zur Finanzierung bei. Ein Großteil der barocken Ausstattung ist im Original erhalten. Der Hochaltar (um 1756) entstand in der Werkstatt von Joseph Straub und wurde von Filip Jakob Straub vollendet; das Altarbild Tod des hl. Josef wird Valentin Metzinger (1699–1759) zugeschrieben. Vier Seitenaltäre (1769–1774) stammen aus der Werkstatt des Bildhauers Jan Georg Mersij, die Fresken im Presbyterium (1892) malte der Kirchenmaler Franc Gornik mit Szenen aus dem Leben des hl. Josef. Die Kirche steht als Kulturdenkmal von lokaler Bedeutung unter Schutz.

  3. Kirche der hl. Margareta

    03 · Filialkirche

    Kirche der hl. Margareta

    Ort
    Ritoznoj, oberhalb der Weingärten bei Slovenska Bistrica
    Patron
    Hl. Margareta von Antiochia, Jungfrau und Märtyrerin, Schutzpatronin der Gebärenden und Bauern — Fest am 20. Juli

    Die Kirche der hl. Margareta in Ritoznoj wird 1542 erstmals erwähnt; ihr gotischer Ursprung ist bis heute am achteckigen Glockenturm erkennbar. In der Barockzeit wurde der Bau erhöht und der Innenraum eingewölbt, 1742 mit Fresken ausgemalt und 1930 die Wände im Langhaus marmoriert, wobei ältere Fresken teilweise übermalt wurden. Die mächtige Kirche mit schlichtem Äußeren birgt einen hohen, lichten Hauptraum, eine barocke Sängerempore mit geschwungener Brüstung und eine im Rokoko-Stil verzierte Orgel, die 1766 der Marburger Orgelbauer Simon Otoničer (1730–1784) schuf. Das reiche Bildprogramm ist eng mit Landwirtschaft und Weinbau verbunden: die Bekehrung des hl. Paulus, das Martyrium des hl. Johannes von Nepomuk, das große Altarbild der hl. Margareta mit idealisierter Kirchenansicht, die Marienkrönung sowie die Seitenaltäre mit dem hl. Antonius dem Einsiedler und dem hl. Georg in Gesellschaft der hll. Martin, Urban, Notburga und Ursula. Besonders kostbar ist das Ölbild Mutter Gottes vom Guten Rat des Barockmalers Anton Jožef Lerchinger (um 1720 – nach 1787).

  4. Kirche des hl. Rochus

    04 · Filialkirche

    Kirche des hl. Rochus

    Ort
    Kovača vas, Filialkirche der Pfarre Slovenska Bistrica
    Patron
    Hl. Rochus, Schutzpatron gegen die Pest und Fürsprecher für Kranke mit Leiden in den Beinen — Fest am 16. August

    Die Kirche des hl. Rochus in Kovača vas wurde 1922 von dem Ortsansässigen Franc Juhart als private Kapelle erbaut — aus Dankbarkeit gegenüber dem hl. Rochus für die Heilung seiner Beine. 1935 erwarb sie beim Verkauf des Anwesens Pfarrer Ivan Šolinc, 1957 wurde sie zur Filialkirche erhoben; die Gemeinde Slovenska Bistrica hat sie zum Kulturdenkmal von lokaler Bedeutung erklärt. Die Pläne stammen vom Marburger Architekten Max Czeikey (1879–1945) tschechisch-deutscher Herkunft, der in bescheidenen Abmessungen verschiedene historische Stile zu einer qualitätvollen Architektur verband, die auf ihrem Hügel besonders zur Geltung kommt. Der einzige hölzerne Flügelaltar ist ein Werk des produktiven Marburger Bildhauers Ivan Sojč (1879–1951): im zentralen Relief steht der hl. Rochus, an den Seiten der hl. Franz Borgia und die hl. Katharina von Alexandrien — die Namenspatrone der Eheleute Franc und Katarina Juhart.